Besuch MdB Bernd Westphal - Technisches Hilfswerk Sarstedt

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Besuch MdB Bernd Westphal

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Besuch im Sarstedter Ortsverband: Einen besonderen Gast aus Berlin durften die Führungskräfte der Sarstedter Bergungsspezialisten begrüßen. Der Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal verschaffte sich einen Eindruck vom Einsatzspektrum des Technischen Hilfswerks. "Da das THW eine Bundesanstalt ist, sehe ich es als angenehme wie wichtige Verpflichtung an, mich als Ihr neuer Vertreter in Berlin vorzustellen." Westphal hatte zuvor bereits die anderen Ortsverbände des Landkreises in Hildesheim und Elze besucht.

Der neue Ortsbeauftragte für Sarstedt Dr.-Ing. Christian Rathke hatte seinen gesamten Stab und alle Führungskräfte des Technischen Zuges an diesem Abend einbestellt, um in einer Gesprächsrunde seinen Ortsverband vorzustellen.

"Wir stehen zur Zeit personell sehr gut da." berichtete er "Im Stab und bei den Führungskräften haben wir alle Planstellen besetzt, insgesamt erreichen wir 81% der Sollstärke - das klingt im ersten Moment nach einer Unterbesetzung, in der Realität sind wir aber damit einsatzbereit!" Sogar Großschadenslagen, wie das Elbehochwasser 2013, das sich direkt an das Hochwasser in Sarstedt anschloss könnten dadurch gemeistert werden. Bei diesen beiden Einsätzen war der Sarstedter Ortsverband fast durchgängig 14 Tage im Einsatz. "Neue Helferinnen und Helfer nehmen wir natürlich gerne auf! Wer Spaß an handwerklicher Arbeit hat, kann jederzeit bei uns einsteigen - nach dem Hochwasser in Sarstedt hatten wir bereits einigen Zulauf." wirbt Rathke.

Das Hochwasser im Landkreis stand natürlich im Mittelpunkt, Rathke referierte aber auch über die weitaus breiter aufgestellten Einsatzmöglichkeiten seiner Mannschaft. "Wir halten mit unserer  Fachgruppe Elektroversorgung (FGrE) sehr viel Kompetenz im Bereich Stromversorgung vor. Alle Führungskräfte und Helfer in der FGrE sind Elektrofachkräfte, teilweise sogar Elektroingenieure." Westphal zeigte sich beeindruckt: "Es reicht nicht aus, dass das Gerät vorhanden ist, es muss auch von jemandem sachgerecht bedient werden!"

Bei einer abschließenden Besichtigung des Fuhrparks konnte der Bundestagsabgeordnete noch Tuchfühlung zu den verschiedenen Fahrzeugen und Geräten aufnehmen. Die Bandbreite reicht vom ehemaligen Bundeswehr-Unimog mit Baujahr 1980 bis zum neuesten Mannschaftslastwagen (MLW) der Fachgruppe Elektroversorgung, den der Ortsverband 2011 zu Weihnachten übernommen hatte.

Als Wunsch an die Politik äußerte Rathke, dass die Bundesregierung die zukünftige Ausrichtung des THW noch klarer festschreiben möge. "Mittlerweile ist der gesamte Bereich des Zivilschutzes aus Zeiten des Kalten Krieges nicht mehr unser Aufgabenbereich." Auch sei eine Verbesserung der Abrechnungsrichtlinien sinnvoll: Oft scheuen Gemeinden die Alarmierung des THW, weil sie hohe Kosten befürchten. "Es ist aber ein Irrglaube, dass es für eine Stadt günstiger ist, zum Beispiel eine große Spezialpumpe selbst anzuschaffen. Meistens sind die Kosten für Wartung, Betrieb und die Ausbildung der Bediener teurer, als im Einsatz auf das THW zurückzugreifen." erklärt Rathke.
Bei einer Sache sind sich aber alle Kameradinnen und Kameraden einig: "
Auch zukünftig benötigen wir ein starkes THW, damit in Deutschland unkompliziert und schnell auch landes- und kreisübergreifend Spezialgerät mit entsprechend ausgebildeten Mannschaften zur Verfügung stehen." Sarstedt profitierte im vergangenen Jahr davon: Zum Hochwassereinsatz zog das THW Kräfte aus Bremen, Fallingbostel, Braunschweig, Wunstorf, Hildesheim und Peine heran.


 
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